THW OV Schweinfurt OV Schweinfurt

International

Einsätze

 Name

 Jahr / Ereignis

 Einsatzort

 Aufgaben

 Michael Münch

 2015 / Ebola

 Siera Leone

 Aufbau
 Infrastruktur/Elektro

 Tobias Burger

 2015 / Kriese

 Irak

 Campbau

 Michael Münch

 2014 / Ebola

 Siera Leone

 Aufbau
 Infrastruktur/Elektro

 Christian Dorn

 2014 / Ebola

 Siera Leone

 Aufbau
 Infrastruktur/Elektro

 Tobias Burger

 2014 / Hochwasser

 Serbien (SEEWA)

 Trinkwasserversorgung

 Harald Lotter

 2014 / Hochwasser

 Serbien (SEEWA)

 Trinkwasserversorgung

 Tobias Burger

 2013 / Taifun

 Philippinen

 Trinkwasserversorgung
 / Campbau

 Tobias Burger

 2013 / Kriese

 Jordanien (SEC)

 Campbau

 Tobias Burger

 2012 / Kriese

 Jordanien (SEC)

 Campbau

 Tobias Burger

 2010 / Erdbeben

 Haiti (SEC)

 Campbau

 Frank Fleischhauer

 2009 / Erdbeben

 Italien/Onna

 Wiederaufbau

 Thomas Schnaus

 2008

 Bosnien

 Hilfsgüter

 Harald Lotter

 2005 / Tsunami

 Sri Lanka (SEEWA)

 Trinkwasserversorgung

 Philipp Schmitt /
 Jörn Wiedemeyer

 2005 / Hochwasser
 Rumänien
 Trinkwasserversorgung

 Harald Lotter

 2004 / Erdbeben

 Pakistan (SEEWA)

 Trinkwasserversorgung

 Harald Lotter

 2002
 Kenia (SEEWA)
 Trinkwasserversorgung
 / Brunnenbau

 Jörn Wiedemeyer

 1995
 Zaira
 Trinkwasserversorgung

 Ferdinand Piller

 1969 / Erdbeben
 ehem. Jugoslawien
 Hilfsgüter

SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland)

Das THW leistet als Einsatzorganisation des Bundes im internationalen Bereich schwerpunktmäßig technisch-humanitäre Hilfe, die sowohl Soforthilfemaßnahmen im Ereignisfall als auch präventive Maßnahmen und Maßnahmen zur Wiederherstellung zerstörter Infrastruktur umfasst. Dabei steht die technisch-humanitäre Hilfe im Ausland als gesetzlicher Auftrag gleichwertig neben den Inlandsaufgaben. Die ehrenamtliche Struktur und die Aufgaben der Bundesanstalt THW sind dabei im internationalen Vergleich mit anderen staatlichen Einsatzorganisationen ohne Beispiel.

Die Entwicklung der Auslandsarbeit des THW hat in den letzten Jahren zu immer höheren Anforderungen an das eingesetzte Personal und an die Struktur der Durchführung von Einsätzen und Projekten geführt. Die Auftraggeber in der Auslandshilfe erwarten eine durchorganisierte und jederzeit einsatzbereite Organisation mit geschultem Personal zur Umsetzung ihrer Vorgaben. Dazu ist eine intensive Nutzung des vorhandenen Wissens und eine Strukturierung der vorhandenen Unterlagen notwendig.

Das THW kann sich in dieser Situation international nur behaupten, wenn durch einen gezielten Aufbau professioneller Strukturen und der damit verbundenen Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit eine verstärkte internationale Einbindung gelingt.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nach Katastrophen eine hohe Priorität hat. Die Maßnahmen müssen hier zudem in kurzer Zeit erfolgen, da Trinkwasser für das Überleben essentiell ist. Aus diesem Grund wurde die SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland) aufgestellt. Die SEEWA erfüllt als operative Einheit mit dem Schwerpunkt Wasserversorgung die Kriterien

  1. schnelle Reaktionszeit,
  2. Flexibilität,
  3. Autarkie,
  4. hohes Qualitätsniveau,
  5. moderne Ausstattung,
  6. Einsatzerfahrung im Ausland,
  7. interkulturelle Kompetenz,

und damit den international geforderten Standard. Die Einsatzdauer der SEEWA ist in der Regel 2-3 Monate. Dabei ist vorgesehen, dass das erste Team nach ca. 2 Wochen abgelöst wird. Je nach Einsatzoption ist danach die Einsatzzeit für ein Team 2 bis 4 Wochen. Generell wird die SEEWA für langfristige Projekte nicht eingesetzt. Jedoch können nach der Einsatzphase die notwendigen Maßnahmen in einer Projektphase fortgeführt werden. Die SEEWA kann hierfür ebenfalls unterstützend eingesetzt werden.


SEC (Standing Engineering Capacity)

Die „Standing Engineering Capacity“ (SEC) ist eine 2010 gegründete operative THW-Einheit, die sich auf den Auf-, Aus- und Rückbau von Camps für Friedenskräfte spezialisiert hat. Bis zu 30 SEC-Kräfte können innerhalb von 72 Stunden in ein Einsatzgebiet aufbrechen. Vorrangige Einsatzoptionen sind UN-Friedensmissionen. Darüber hinaus kann die SEC zur humanitären Soforthilfe oder im Katastrophenschutz eingesetzt werden.

UN-Einsätze im Bereich Peacekeeping (Friedenssicherung) und Peacebuilding (Friedenskonsolidierung) erfordern eine technische und logistische Versorgung für die Hilfskräfte: Zu Beginn bzw. bei Vergrößerung einer UN-Friedensmission mangelt es dem Zivilpersonal oftmals an entsprechender Infrastruktur, etwa an Unterkünften, Bürogebäuden, Elektrizität, Wasserversorgung oder sanitären Anlagen. Das SEC stellt diese bedarfsgerecht zur Verfügung. Innerhalb der SEC sind Experten aus den verschiedensten Handwerkerbereichen, Bauwesen, IT-/Telekommunikation, Administration und Logistik vertreten, die je nach Bedarf angefordert werden.

Die SEC-Einheit verfügt über eine eigene, modular zusammengestellte Ausstattung, die im „Zentrum für Auslandslogistik“ (ZAL) in Mainz in der Nähe des Frankfurter Flughafens vorgehalten wird und somit schnell verfügbar ist. Mit dieser Ausstattung kann die SEC bis zu zwei Monate autark agieren.

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