THW OV Schweinfurt OV Schweinfurt

Dabeisein

THW als Hobby

Sie interessieren sich für den Umgang mit moderner Technik, arbeiten gerne im Team und möchten anderen Menschen helfen? Dann sind Sie bei uns genau richtig.

Doch wann kann man in das THW aufgenommen werden? Welche Rechte und Pflichten hat man und wie sieht's mit Urlaub aus? Antworten auf diese Fragen und vieles Wissenswerte mehr rund um das Technische Hilfswerk finden Sie hier.

Wann kann man in das THW aufgenommen werden? 

In das THW kann aufgenommen werden, wer
  • seinen ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland hat,
  • das 17. Lebensjahr vollendet hat und
  • die erforderliche Tauglichkeit besitzt,
  • für den Dienst im THW zur Verfügung steht,
  • nicht von einer anderen Katastrophenschutzorganisation unehrenhaft entlassen worden ist,
  • sich zum demokratischen Rechtsstaat bekennt,
  • nicht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber rechtskräftig verurteilt wurde, es sei denn, die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt,
  • nicht nach §13 des Bundeswahlgesetzes vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Für interessierte Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren besteht die Möglichkeit zur Mitwirkung in einer THW-Jugendgruppe. Die Nachwuchsorganisation des THW hat sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche in spielerischer Form an die Technik des THW heranzuführen und bietet jede Menge interessantes Freizeitprogramm.

Gibt es einen Anspruch auf Aufnahme in das THW, was ist der Inhalt des Dienstverhältnisses und wie lang ist die Probezeit?

Sie werden mit dem Aufnahmeantrag auf unbestimmte Zeit in das THW aufgenommen. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht. Das Helferverhältnis ist ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis besonderer Art. Hieraus ergeben sich Folgen für die Art und Weise, in der Sie Ihren Dienst zu versehen haben. Inhalt des Dienstverhältnisses ist die Leistung humanitärer Hilfe für in Not geratene Menschen sowie Bergung und Schutz von Sachgütern. Sie haben alle mit der wirksamen Erfüllung dieser Aufgaben verbundenen Pflichten wahrzunehmen. Die ersten sechs Monate des Dienstverhältnisses bilden die Probezeit, in der beide Seiten ohne Angaben von Gründen „kündigen“ können. Die Probezeit kann unter bestimmten Umständen verlängert oder verkürzt werden.

Und wie schafft man den Spagat zwischen Beruf und Berufung?

Ihnen dürfen wegen Ihrer Mitwirkung im THW keine Nachteile im Arbeitsverhältnis entstehen. Während der Dauer der Teilnahme an angeordneten oder genehmigten Einsätzen, Übungen, Lehrgängen und sonstigen Ausbildungsveranstaltungen entfällt für Sie die Pflicht zur Arbeitsleistung im privaten Arbeitsverhältnis. Sie erhalten den Arbeitsverdienst fortgezahlt. Private Arbeitgeber bekommen diese fortgewährten Leistungen erstattet. Als beruflich Selbständige erhalten Sie ggf. eine Verdienstausfallerstattung nach der THW-Entschädigungsrichtlinie.

Ihre Ausbildung liegt uns am Herzen!

Sie werden fachbezogen ausgebildet und ausgestattet. Sie erhalten eine Basisausbildung am Standort. Darüber hinaus erhalten Sie, soweit es im Rahmen Ihrer Fachaufgaben erforderlich ist, an der THW-Bundesschule mit ihren beiden Ausbildungsstätten Hoya und Neuhausen a.d.F. sowie an sonstigen Fortbildungseinrichtungen eine Spezialausbildung.

Wie sieht's aus mit der Unfallversicherung?

Während der Dienstleistung im THW sind Sie gem. §2 des siebenten Buches des Sozialgesetzbuches gegen Unfall versichert. Wenn Sie Mitglied der THW-Helfervereinigung e. V. werden, sind Sie in der Regel durch den Jahresbeitrag versichert.

Bitte ein paar Worte zu den Pflichten!

Durch den von Ihnen abgegebenen THW-Aufnahmeantrag und die KatS-Verpflichtungserklärung  verpflichten Sie sich zum Dienst im THW, insbesondere zur Teilnahme an Einsätzen, angeordneten Übungen, zu den für Ihre Funktion erforderlichen Lehrgängen, Ausbildungsveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen.

Zu Ihren Pflichten gehört u.a. auch, dass Sie
  • sich über die für Sie maßgeblichen Diensttermine informieren.
  • regelmäßig und pünktlich am Dienst teilnehmen.
  • die Dienst-, Ausbildungs- und Unfallverhütungsvorschriften beachten.
  • den dienstlichen Weisungen nachkommen.
  • sich bei Urlaub und Verhinderung an der Diensteilnahme abmelden.
  • die Ausstattung und Einrichtung sorgfältig und nur zu dienstlichen Zwecke verwenden.
  • sich in die Helfergemeinschaft einfügen und sich kameradschaftlich verhalten.
  • das Ansehen des THW in der Öffentlichkeit nicht schädigen.
  • jede Veränderung in Ihren persönlichen Verhältnissen  (z.B. Anschriftenänderung, Arbeitgeberwechsel usw.) dem THW unverzüglich anzeigen.

Und was passiert bei Pflichtverstößen?

Verstöße gegen Ihre Pflichten als Helferin oder Helfer, z.B. unpünktliche Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen, Fernbleiben vom Dienst ohne rechtzeitige und anerkannte Begründung, Nichtbefolgung dienstlicher Weisungen u.s.w., können mit einer Ermahnung durch den THW-Ortsbeauftragten geahndet werden und im Wiederholungsfall die Entlassung aus dem THW zur Folge haben.

Was ist mit Urlaub und wenn man mal nicht zum Dienst kommen kann?

Sie können natürlich Ihren Urlaub wie bisher auch planen und nehmen -- nur müssen Sie es dem THW mitteilen,da Sie zu diesen Zeiten dem THW nicht zur Verfügung stehen, was in der Dienst- und Einsatzplanung mit berücksichtigt werden muss.

Wie schon beschrieben, gehen Sie mit diesem Ehrenamt eine Verpflichtung ein -- und es wird natürlich bei Diensten, Einsätzen und Veranstaltungen mit Ihrer Teilnahme gerechnet. Daher geht das THW auch davon aus, dass Sie bei Ihren Urlaubs- und Freizeitplanungen auch die Termine und Belange des THW mit berücksichtigen.
Sollten Sie trotz vorausschauender Planung aus wichtigem Grund
(z.B. familiäre oder berufliche Termine) an einer Dienstveranstaltung nicht teilnehmen können, muss dies dem THW rechtzeitig vor dem entsprechenden Dienst mitgeteilt werden.

Diese grundsätzliche Regelung zur Meldung einer Abwesentheitszeit gilt auch für Aus- und Fortbildung, Volontärzeiten, Studienzeiten, Sprachkurse, vorübergehende auswärtige berufliche Tätigkeiten, vorübergehende starke berufliche Belastungen, sowie auch persönliche Härtefälle.

Die letzten Worte gehören der Entlassung

Das Dienstverhältnis endet mit der Entlassung oder durch den Tod. Helferinnen und Helfer im THW können während der sechsmonatigen Probezeit ohne Angabe von Gründen entlassen werden, ansonsten u.a. bei Wegfall der Aufnahmevoraussetzungen oder bei Dienstpflichtverletzungen. Sie können ferner ihr Dienstverhältnis durch schriftliche Erklärung, die mit einer Frist von vier Wochen zum Quartalsende abzugeben ist, beenden.
Unwetterinformationen